Führt man auch beim mathematischen Pendel einen (viskosen) Reibungsterm ein,
klingt die Schwingung i.w. exponentiell ab. Für kleine Auslenkungen sind die
Verhältnisse wieder ähnlich zum linearen Fall. Bei großen Auslenkungen und
zusätzlicher Anfangsgeschwindigkeit erhält man zunächst langsam werdende
Überschläge, bis das Pendel wieder zur Ruhe kommt. Auch hier tritt wieder bei
großer Reibung ein Kriechfall auf, d.h. das Pendel geht ohne Schwingungen
direkt zum Nullpunkt.
Eine theoretische Analyse ist recht kompliziert, daher soll nun ein eher
``experimenteller'' Standpunkt eingenommen werden. Betrachten Sie zunächst die
Bewegungsformen für verschiedene Parameterwerte, um das qualitative Verhalten
zu verstehen. Untersuchen Sie dann folgende Fragestellungen genauer:
- Wie hängt die Schwingungsfrequenz
von den Parametern
bzw.
ab? Führen Sie systematische Messreihen durch, tragen Sie die
Ergebnisse graphisch auf und versuchen Sie, Beziehungen zu finden, die im
Fall nicht zu großer Anfangswinkel gelten.
- Suchen Sie für verschiedene Werte von
den Reibungskoeffizienten, bei
dem der aperiodische Grenzfall eintritt und interpretieren Sie das
Ergebnis. Spielt die Anfangsauslenkung eine Rolle?