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Betrachten Sie zunächst die Bewegung für kleine Anfangsauslenkungen (etwa bis
zu
). Die Kurven für Auslenkung und Geschwindigkeit sehen
sinusförmig aus, es ist kein Unterschied zur harmonischen Näherungslösung zu
erkennen.
Vergrößert man den Winkel auf
, sieht die Auslenkung immer noch
sinusförmig aus, aber die Winkelgeschwindigkeit zeigt deutliche Abweichungen:
Sie wirkt fast dreieckig, die Abschnitte zwischen den Extrema sind zu
``gerade''.
Bei noch größeren Anfangswinkeln lässt sich auch die Abweichung der Auslenkung
von der Sinuskurve nicht mehr übersehen: Das Pendel verharrt immer länger auf
den Extremwerten, so dass die Kurve immer mehr wie ein abgerundetes
Rechtecksignal aussieht. Betrachten Sie etwa den Fall
.
Bei solch großen Anfangswinkeln wird ein weiteres Phänomen sichtbar: Die
Frequenz der Schwingung hängt von der Anfangsauslenkung ab! Tragen Sie die
Schwingungszeit T in Abhängigkeit von der Amplitude auf. Können Sie ein
Näherungsgesetz für
bei nicht zu großen Amplituden angeben?
Gibt man dem Pendel bei großer Auslenkung auch noch einen Schwung (d.h.
, ergibt sich gar keine Schwingung im engeren Sinne
mehr: Der Winkel wächst ständig, das Pendel überschlägt sich. Tipp: Die
Auslenkungskurve lässt sich eine Weile beobachten, wenn man die Skala des
Oszilloskops kleiner macht.
Alternativ kann man sich auch auf den Standpunkt stellen, dass Winkel immer in
einem Bereich von
bzw.
liegen sollten. Wenn Sie den
entsprechenden Schalter aktivieren, wird der Winkel immer auf einen Bereich
von
bis
reduziert. Ein Sprung entspricht dann einem Durchgang
des Pendels durch den höchsten Punkt, also einem Überschlag.
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